((Bild: Kap1))




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Klappentext (Umschlagrückseite: Wie ich dazu kam dieses Buch zu schreiben)

komplettes Inhaltsverzeichnis

Leseproben:

Kap. II: Aus meiner Kindheit

Kap. III: Studienzeit – schönste Zeit

Kap. IV: Auch Kochen will gelernt sein

Kap. V: In der Schweiz ist alles anders

Kap. VI: Eine neue Errungenschaft – mein Navi

Kap. VII: Abenteuer Krankenhaus und die schwarze Katze

Kap. VIII: Waldgeschichten, böse Jäger und mein Moped

Kap. IX: Einige Geschichten, die sich nicht in die vorherigen Kapitel einordnen lassen

Kap. X: Geschichten, die anderen passierten oder von denen ich gehört habe

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Leseprobe

III Studienzeit – schönste Zeit

1. Wir haben Hunger, haben Durst – doch kein Geld und keine Wurst

Die Studienzeit mag ja ganz schön, angenehm und lustig gewesen sein, aber Gleichaltrige verdienten ihr Geld bereits mit Arbeit. Wir Studenten dagegen sahen alt aus. Das bisschen Geld, das wir zur Verfügung hatten, reichte mit Ach und Krach, um den abendlichen Durst zu stillen, denn wie sollte man sich am nächsten Tag auf das Lernen konzentrieren, wenn man sich am Abend vorher nicht die genügende Bettschwere verschafft hatte. Ein bisschen etwas essen musste man ja aber auch noch. Zum Frühstück tat es ein altbackenes Brötchen, das man beim Bäcker kostenlos ergatterte. Das Mittagessen war auch kein Problem. Eine Essenmarke in der Mensa kostete 90 Pfennig. Nachschlag konnte man sich holen soviel man wollte, bis auf das Fleisch oder Ähnliches. Wir waren vier Kumpels. Also kauften wir eine Essenmarke und aßen der Reihe nach auf diese Marke, indem wir dreimal Nachschlag holten. Die Reihenfolge wurde ständig gewechselt, damit jeder einmal in den Genuss des Fleisches kam. Wir wurden sogar die Lieblinge unserer Küchenfrauen, denn die freuten sich in Anbetracht des vielen Nachschlages über unseren Appetit und dass uns ihr Fraß so gut schmeckte. Dafür gab es manchmal auch beim Nachschlag noch etwas Fleisch extra, also eine perfekte Lösung. Problematisch war es mit dem Abendessen. Dafür musste eine möglichst kostenfreie Variante her.
Unser Studienort lag am Rand der Magdeburger Börde, eine recht fruchtbare Gegend, wo die Landwirtschaft reiche Ernten versprach. Als sich die Geschichte zutrug, war gerade Erntezeit, für uns Studenten natürlich auch. Die landwirtschaftlichen Flächen waren im damaligen Sozialismus „genossenschaftliches“ Eigentum und gehörten damit unserer Meinung nach allen, also auch uns. So sahen wir das zumindest.
Als die ersten Frühkartoffeln im August geerntet wurden, machten wir uns im Trabi von Ulli, einem Studienkollegen, bewaffnet mit einem gro ßen Kartoffelsack, auf den Weg zum nächstgelegenen Kartoffel acker, um unseren Anteil einzusacken.
Am anderen Ende des Feldes war die maschinelle Kartoffelernte voll im Gange. Nun sahen die Genossen Kartoffelbauern das aber etwas anders, was unseren Anteil an der Ernte betrifft. Laut schim pfend bestiegen sie einen Traktor und ratterten auf uns zu. Wir ließen uns erstmal bei unserer Sammelei überhaupt nicht stören. Als sie dann etwa die reichliche halbe Strecke zurückgelegt hatten, düsten wir mit unserem Trabi, dem Feldweg um das Kartoffelfeld herum folgend, zum anderen Ende des Ackers und setzten dort unsere Kartoffelernte fort. Weiterhin laut schimpfend kehrten unsere Genossen mit dem Traktor um. Da unser Kartoffelsack noch nicht ganz gefüllt war, begann das Spiel von vorn, nur dass die Bauern diesmal versuchten, uns den Weg abzuschneiden, indem sie quer über den Acker auf den Feldweg fuhren. Jetzt saßen wir in der Falle, denn wir fuhren ja direkt auf sie zu und eine Wendemöglichkeit gab es nicht. ...


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Fotos: M. Koch Oberweißbach,

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